Bauchdeckenstraffung - Abdominalplastik
Kurzinformation:
Operationsdauer: 3 Stunden
mit Liposuktion: 4 Stunden
Narkose: Vollnarkose + örtliche Betäubung
Klinikaufenthalt: 2 – 3 Tage
Nachbehandlung: Kompressionsbandage
Belastungseinschränkung: 2 – 3 Wochen
Wann sollten Sie sich über eine Bauchdeckenstraffung beraten lassen?
Nach Schwangerschaften bildet sich die überdehnte Haut nicht bei allen Frauen zurück. Es verbleiben nicht nur Schwangerschaftsstreifen, sondern auch ein Hautüberschuss. Aber auch unabhängig von Schwangerschaften kann durch Fetteinlagerungen die Haut überdehnt werden und bis zu einer so genannten Fettschürze führen. Wenn solche Veränderungen Ihr körperliches und ästhetisches Empfinden beeinträchtigen, lassen Sie sich bei uns über Korrekturmöglichkeiten beraten.
Was passiert bei einer Bauchdeckenstraffung ?
Der Hautüberschuss muss beseitigt werden. Dazu wird am Unterbauch im Bereich der Schambehaarung, der so genannten Bikinizone, über einen bogenförmigen Hautschnitt die Haut über dem Muskel nach oben bis zum Rippenbogen abgelöst und der Bauchnabel ausgeschnitten. Danach kann die Bauchhaut nach unten gestrafft und der Nabel in der Mittellinie wieder eingenäht werden. In den meisten Fällen wird damit die gesamte, überdehnte Haut des Unterbauches entfernt. Die Wunde wird verschlossen. Wunddrainagen sichern den Abfluss von Wundsekret. Bei Fettpolstern kombinieren wir die Operation gleichzeitig mit einer Fettabsaugung am Oberbauch und in der Taille.
Wie sind die Erfolgsaussichten?
Sie erkaufen sich die glatte und verbesserte Körperkontur durch eine größere Narbe, deren Länge abhängig vom Befund ist und nach maximal einem Jahr nur noch wenig auffällt. Sie liegt außerdem im wenig sichtbaren Bikinibereich. Voraussetzung für ein gutes Ergebnis ist die Qualität der Haut. Die Haut am Unterbauch mit den Dehnungsstreifen wird entfernt, die meist glatte Haut des Oberbauches wird über den ganzen Bauch gestrafft und ergibt eine glatte Kontur. Bei Rauchern ist die Haut oft unelastisch, die Durchblutung ist eingeschränkt und führt häufiger zu Wundheilungsstörungen.
Worauf müssen Sie bei der Nachbehandlung beachten?
Zur Erhöhung der Sicherheit in der unmittelbaren Phase nach der Operation verbleiben Sie für 48 Stunden in unserer stationären Behandlung. Danach sind Sie noch eingeschränkt belastbar, können sich aber ausreichend bewegen und Ihren Haushalt eigenständig versorgen.
Wir statten Sie vor der Entlassung mit einer Kompressionsbandage aus, die Sie mindestens 8 Wochen tragen sollten. Nach 2 Wochen sind Sie im Allgemeinen weitgehend beschwerdefrei und sind arbeitsfähig. Voll belastbar, z.B. für Sport, sind Sie bei einem komplikationslosen Verlauf nach 8 bis 12 Wochen.
Nach 6 bis 8 Wochen besprechen wir dann bei einer Abschlussuntersuchung an Hand einer aktuellen Fotodokumentation das erreichte Ergebnis. Wir empfehlen außerdem eine sehr intensive Hautpflege.
Welche Komplikationsmöglichkeiten sind nicht auszuschließen?
Wir führen zur Vermeidung seltener, aber gravierender Komplikationen grundsätzlich eine Thrombose- und eine Antibiotikaprophylaxe durch. Bei einer geschädigten Haut können Wundheilungsstörungen auftreten. Durchblutungsstörungen sind bei den modernen Operationstechniken extrem selten.
