Behandlung von Gesichtsfalten

Kurzinformation:

Operationsdauer: 1 Stunde
Narkose: keine
Klinikaufenthalt: keiner
Nachbehandlung: 30 Minuten Kühlbehandlung

Wann sollten Sie eine Behandlung erwägen?

Die glatte, weiche Haut in der Jugend verliert im Laufe des Lebens an Elastizität, es entstehen Falten, später senken sich die Weichteile unter der Haut mit Ausbildung von so genannten Hängebäckchen. Die Veränderungen der Haut sind durch die Anwendung von Kosmetika nicht zu beseitigen, sie können nur verzögert werden.
Die Hautalterung wird beschleunigt durch Rauchen und Solarium. Durch eine Vielzahl unterschiedlicher biologischer oder synthetischer Substanzen, so genannte Filler oder Eigenfett, können Falten für einige Zeit ausgeglichen werden oder Muskelwülste durch Lähmung mit Botulinumtoxin abflachen. Eine Straffungsoperation als Maximalvariante, ein so genanntes Facelift, ist nicht immer zu vermeiden, sollte aber von einem erfahrenen Kiefer- und Gesichtschirurgen durchgeführt werden.

Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin

Botulinumtoxin ist ein starkes Nervengift. In der Medizin wird es seit langer Zeit zur Behandlung von Muskelverkrampfungen mit Erfolg eingesetzt. Dabei ist dringend darauf hinzuweisen, dass es sich um einen medizinischen Einsatz eines starken Giftes mit der Möglichkeit von Nebenwirkungen handelt. Es ist grundsätzlich eine ärztliche Leistung innerhalb einer medizinischen Einrichtung. Nebenwirkungen sind immer möglich.

Wir setzen Botulinumtoxin zur Faltenbehandlung ein:

  • im oberen Gesichtsdrittel: Stirn, Zornesfalte, Lachfalten an den seitlichen    Augenwinkeln
  • bei Muskelsträngen am Hals und Hautfalten im Dekolleté

Für die Behandlung gibt es inzwischen umfassende Erfahrungen. Allerdings ist die Ausprägung der Muskeln sehr unterschiedlich. Wir gehen immer von einer Grunddosis aus, um Nebenwirkungen, zum Beispiel eine vorübergehende Lähmung des Augenlides zu vermeiden. Es ist deshalb durchaus möglich, dass nach etwa 2 Wochen eine nochmalige Injektion erforderlich ist. Die Wirkung setzt nach 3 bis 7 Tagen ein und hält 3 bis 6 Monate. Dann muss die Behandlung wiederholt werden.

Faltenbehandlung mit Fillern

In Deutschland sind gegenwärtig etwa 200 Substanzen zum Unterspritzen von Hautfalten zugelassen. Wir beschränken uns auf Präparate auf der Basis von Hyaluronsäure, Kollagen oder Polymilchsäure. Neu auf dem Markt ist Radiesse, ein ebenfalls biologisches Präparat mit einer guten Langzeitwirkung. Die Palette reicht von einer flächenhaften Unterspritzung der Wangen zur Hautverjüngung, dem Einsatz von vernetzten, also dickflüssigen Materialien für das Anheben von Falten bis zur Konturierung der Lippen. Lassen Sie sich individuell beraten.

Faltenbehandlung mit Eigenfett

Die Eigenfettunterspritzung stellt eine Alternative zu Fillern dar. Allerdings wird auch das Eigenfett vom Körper langsam abgebaut, wobei sehr individuelle Schwankungen in der Dauer der Wirkung bestehen. Bei einem normalen Befund kann man nach 5 bis 6 Behandlungen von einem Dauererfolg ausgehen. Der Vorteil ist der Einsatz von Körper eigenem Material, der Nachteil die aufwändige Gewinnung der Fettzellen durch eine Fettabsaugung in örtlicher Betäubung und die Aufbereitung der Fettzellen. Wir führen sofort am Tag der Entnahme die erste Behandlung durch, die restlichen Fettzellen werden eingefroren und können für die späteren Behandlungen verwendet werden. Die Behandlung mit Eigenfett erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit, auch durch die Verfeinerung der Technik und damit der größeren Effektivität.

Erfolgsaussichten

Der Erfolg ist von der Qualität der Haut und der Dosierung abhängig. Es kann immer nur ein zeitlich begrenzter Erfolg erzielt werden. Mehrere Behandlungen sind für einen dauerhaften Erfolg nötig.

Komplikationen und Nebenwirkungen

Grundsätzlich können alle Filler außer einer örtlich begrenzten Rötung, Schwellung oder Entzündungsreaktion auch zu so genannten Granulomen führen. Das sind Verhärtungen, die möglicherweise operativ entfernt werden müssen. Diese Komplikationsrate ist bei den von uns eingesetzten Präparaten sehr selten.
Unmittelbar nach den Behandlungen treten Rötungen und Schwellungen auf, die durch eine sofort einsetzende Kühlbehandlung gut zu beeinflussen sind.