Bodylift
Kurzinformation:
Operationsdauer: 5 – 6 Stunden
Narkose: Vollnarkose + örtliche Betäubung
Stationäre Überwachung: 3 Tage
Nachbehandlung: Kompressionsbandage
Belastungseinschränkung: 4 Wochen
Wann sollten Sie sich wegen eines Bodylifts beraten lassen?
Nach einem extremen Gewichtsverlust kann eine Hautstraffung des ganzen Rumpfes
angeraten sein. Dann sollten Sie über ein Bodylift nachdenken. Das ist eine Kombination einer Rücken- und einer Bauchdeckenstraffung, seltener auch mit einer Bruststraffung. Der Vorteil besteht in einer gleichzeitigen Korrektur des ganzen Rumpfes bei einer Erschlaffung von Haut und Bindegewebe in einer Operation. Die längere Operationsdauer führt zu einer größeren Belastung des Körpers. Deshalb ist die Auswahl der Patienten zur Einschränkung von Komplikationen besonders wichtig.
Was passiert bei einem Bodylift?
In Narkose wird zunächst die gesamte Fläche mit einer Tumeszenzlösung infiltriert. Dadurch werden die Blutungsneigung während der Operation und die Schmerzempfindung danach eingeschränkt. Der Hautüberschuss muss beseitigt werden. Dazu wird über einen Hautschnitt am Oberrand der Gesäßbacken, der nach vorn über den Bauch im Bikinibereich fortgesetzt wird, die Haut gestrafft:
- am Rücken nach unten,
- die Pobacken nach oben,
- am Bauch nach unten.
Die überschüssige Haut wird entfernt. Am Bauch wird der Nabel versetzt und neu eingenäht, die Haut in Schichten über Wunddrainagen verschlossen. Es entsteht eine große, zirkuläre Narbe an Rücken und Bauch, die aber nach der Wundheilung abblasst und wenig sichtbar ist. Meistens wird die Operation mit einer Fettabsaugung kombiniert.
Wie sind die Erfolgsaussichten?
Bei gesunden Personen und guten Hautverhältnissen sind die Ergebnisse sehr gut.
Eine weiche, gut durchblutete Haut lässt sich gut modellieren. Anders ist die Situation bei Rauchern. Dann ist die Haut oft unelastisch, die Durchblutung ist eingeschränkt und führt häufiger zu Wundheilungsstörungen. Kleine Korrekturen zur Optimierung des Ergebnisses sind bei der großen Operation in etwa 5 % notwendig.
Worauf müssen Sie bei der Nachbehandlung achten?
Zur Erhöhung der Sicherheit in der unmittelbaren Phase nach der Operation verbleiben Sie für 48 bis 72 Stunden in unserer stationären Behandlung. Danach sind Sie nur noch eingeschränkt belastbar, können sich aber bewegen und Ihren Haushalt eigenständig versorgen. Wir statten Sie vor der Entlassung mit einer Kompressionsbandage aus, die Sie mindestens 8 Wochen tragen sollten. Nach 3 – 4 Wochen sind Sie im Allgemeinen weitgehend beschwerdefrei und arbeitsfähig. Voll belastbar, z.B. für Sport, sind Sie bei einem komplikationslosen Verlauf nach 12 Wochen.
Nach Abschluss der Wundheilung steht intensive Haut- und Narbenpflege im Vordergrund. Nach 3 Monaten führen wir eine Abschlussuntersuchung durch und besprechen an Hand einer aktuellen Fotodokumentation das erreichte Ergebnis.
Welche Komplikationsmöglichkeiten sind nicht auszuschließen?
Durch die Ausdehnung und Dauer der Operation ist die Möglichkeit von Komplikationen erhöht. Wir führen zur Vermeidung seltener, aber gravierender Komplikationen grundsätzlich eine Thrombose- und eine Antibiotikaprophylaxe durch. Bei einer geschädigten Haut können Wundheilungsstörungen auftreten. Durchblutungsstörungen sind bei den modernen Operationstechniken extrem selten. Ebenso selten treten überschießende Narbenbildungen auf.
