Die Bruststraffung
Kurzinformation:
Operationsdauer: 2 – 3 Stunden (je nach Technik)
Narkose: Vollnarkose
Klinikaufenthalt: 24 Stunden
Nachbehandlung: Kompressionsbustier
Belastungseinschränkung: 2 Wochen
Wann sollten Sie sich wegen einer Bruststraffung beraten lassen?
Nach Schwangerschaften bildet sich der Brustdrüsenkörper zurück, die Brüste werden kleiner. Wenn außerdem noch eine Überdehnung der Haut verbleibt, resultieren schlaffe Brüste, die das ästhetische Erscheinungsbild beeinträchtigen. Aber auch ein schwaches Bindegewebe oder der natürliche Alterungsprozess können zu einem gleichen Befund führen.
Was passiert bei einer Bruststraffung?
Ein geringer Hautüberschuss kann durch einen Hautschnitt am Rand des Warzenhofes und einer zirkulären Straffung entfernt werden. Allerdings werden die Brüste nach diesem Verfahren flacher. Ein gutes Ergebnis ist bei einer Kombination dieser zirkulären Straffung und der gleichzeitigen Einlage eines Implantates zu erzielen. Damit wird nicht nur die Haut gestrafft, sondern gleichzeitig das verlorene Volumen wieder ersetzt. Die Form ist damit natürlich, die Größe können Sie während des Aufklärungsgespräches vor dem Spiegel mit bestimmen. Im Ergebnis haben sie lediglich eine Narbe um den Warzenhof.
Eine andere Variante ist die klassische Bruststraffung mit einem Hautschnitt um den Warzenhof und von dort etwa 7 cm senkrecht bis kurz vor der Umschlagfalte. Der Warzenhof muss nach oben verlagert werden. Dazu wird nur die Oberhaut entfernt und die Lederhaut mit den für die Blutversorgung und Sensibilität des Warzenhofes wichtigen Nerven und Gefäßen geschont. Gegenüber der zirkulären Straffung ist die Narbe auffälliger. Die Operation setzt einen ausreichend großen Drüsenkörper voraus, sonst ist die Relation der Narbe zur Brust unbefriedigend.
Wie sind die Erfolgsaussichten?
Alle Techniken führen zu einer natürlichen, straffen Form. Bei einer gleichzeitigen
Implantation kann auch das Volumen beeinflusst werden Voraussetzung für ein gutes Ergebnis ist die Qualität der Haut. Eine weiche, jugendliche Haut ist elastisch und lässt sich gut modellieren. Anders ist die Situation bei Rauchern. Dann ist die Haut oft unelastisch, es können Falten entstehen. Die von uns verwendeten Implantate müssen nur noch bei krankhaften Veränderungen ausgetauscht werden.
Worauf müssen Sie bei der Nachbehandlung achten?
Zur Erhöhung der Sicherheit in der unmittelbaren Phase nach der Operation verbleiben Sie für 24 Stunden in unserer stationären Behandlung. Danach sind die Medikamente in Ihrem Körper abgebaut und Sie können ohne Bedenken in Begleitung unsere Klinik verlassen. Wir statten Sie vor der Entlassung mit einem Kompressions-Bustier aus, das Sie mindestens 8 Wochen tragen sollten. Nach 2 Wochen sind Sie im Allgemeinen weitgehend beschwerdefrei und arbeitsfähig. Voll belastbar sind Sie bei einem komplikationslosen Verlauf nach 8 bis 12 Wochen. Nach 6 bis 8 Wochen besprechen wir bei einer Abschlussuntersuchung an Hand einer aktuellen Fotodokumentation das erreichte Ergebnis. Wir empfehlen außerdem eine sehr intensive Hautpflege und jährliche Kontrolluntersuchungen.
Welche Komplikationsmöglichkeiten sind nicht auszuschließen?
Wir führen außerdem zur Vermeidung seltener, aber gravierender Komplikationen grundsätzlich eine Thrombose- und eine Antibiotikaprophylaxe durch. Bei einer gleichzeitigen Implantation können die dafür spezifischen Komplikationen einer
Wundinfektion mit möglichem Implantatverlust oder in ebenso seltenen Fällen eine Kapselkontraktur auftreten.
