Die Brustvergrößerung
Kurzinformation:
Operationsdauer: 2 Stunden
Narkose: Vollnarkose + örtliche Betäubung
Klinikaufenthalt: 24 Stunden
Nachbehandlung: Kompressionsbustier
Belastungseinschränkung: 2 Wochen
Wann sollten Sie eine Brustvergrößerung erwägen?
Der Wunsch vieler Frauen aller Altersgruppen sind normal große, schön geformte Brüste, um ihre Weiblichkeit erleben zu können. Das Ziel sind meist keine üppigen Formen, sondern zur Statur passende, wohl geformte Maße und eine schönes Dekolleté. In meiner mehr als 20-jährigen Erfahrung ist es immer wieder ein Erlebnis, wie sich Frauen nach einer solchen Operation positiv verändern. Die Gründe für den Wunsch nach einer Brustvergrößerung sind zu wenig entwickelte Brüste, eine Erschlaffung und Rückbildung des Drüsenkörpers durch Schwangerschaften, nach Gewichtsverlust oder einfach nur altersbedingt. Wir führen diese Operation jedoch nur bei volljährigen Frauen durch. Eine Altersbegrenzung danach besteht nicht.
Was passiert bei einer Brustvergrößerung?
Ziel der Operation ist die Vergrößerung des Brustvolumens durch ein Implantat. Die Qualität dieser Implantate hat sich in den letzten 15 Jahren wesentlich verbessert. Sie sind heute nicht mehr mit Silikonöl oder anderen flüssigen Substanzen, sondern mit vernetztem Silikongel gefüllt. Damit sind sie sicherer und können je nach Befund und individuellen Wünschen geformt werden. Sie bekommen einen Implantatpass, ein späterer Austausch ist nicht mehr erforderlich. Der Hersteller unserer zertifizierten Implantate sicher Ihnen eine lebenslange Garantie zu. Diese Implantate werden entweder unter den großen Brustmuskel oder zwischen Muskel und Drüsenkörper platziert. Wir bevorzugen aus folgenden Gründen die Lage unter dem Muskel:
- größere Weichteildeckung über dem Implantat
- im Dekolleté keine Stufenbildung durch den Rand des Implantates
- der Muskel stabilisiert die Lage des Implantates wie ein innerer BH
- weniger Kapselkontrakturen
Damit erreichen wir bei den meisten Frauen ein natürliches Ergebnis.
Der Hautschnitt von etwa 4-5 cm kann in der Achselhöhle, am Warzenhof und in der Umschlagfalte unter der Brust liegen. Wir bevorzugen in den meisten Fällen den Hautschnitt unter der Brust. Bei einer schlaffen Brust besteht die Möglichkeit, über einen Hautschnitt am Rand des Warzenhofes gleichzeitig ohne eine weitere Narbe die Haut zirkulär zu straffen.
Wie sind die Erfolgsaussichten?
Die Brustvergrößerung mit den modernen Operationstechniken und den geformten Implantaten mit vernetztem Silikongel ist eine sehr effektive Behandlung zur Verbesserung der weiblichen Ausstrahlung und damit auch des Selbstwertgefühles. Die Ergebnisse haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, die Komplikationsrate ist gesunken. Voraussetzung für ein gutes Ergebnis sind die Qualität der Haut und die Fettverteilung. Eine weiche, jugendliche Haut ist elastisch und lässt sich gut modellieren. Anders ist die Situation bei Rauchern. Dann ist die Haut oft unelastisch, es können Falten entstehen. Bei einem Haut-Überschuss kann eine gleichzeitige Hautstraffung sinnvoll sein. Die von uns verwendeten Implantate müssen später nur noch bei krankhaften Veränderungen ausgetauscht werden.
Worauf müssen Sie bei der Nachbehandlung achten?
Zur Erhöhung der Sicherheit in der unmittelbaren Phase nach der Operation verbleiben Sie für 24 Stunden in unserer stationären Behandlung. Danach sind die Medikamente in Ihrem Körper abgebaut und Sie können ohne Bedenken unsere Klinik in Begleitung verlassen. Für maximal eine Woche benötigen Sie noch Schmerzmittel. Für den Ausformprozess der Brüste ist das Tragen des Kompressions-Bustiers für mindestens 6 – 8 Wochen sowie eine intensive Hautpflege unbedingt anzuraten. Sie unterstützen den Heilungsprozess, wenn Sie die Belastung für 2 Wochen einschränken und Ruhepausen einlegen. Danach sind lediglich noch das Heben von Lasten und Über-Kopf-Arbeiten zu vermeiden. Auf Sport, intensive Sonneneinstrahlung oder Solarium und Sauna verzichten Sie bitte 3 Monate. Nach 6 bis 8 Wochen besprechen wir bei einer Abschlussuntersuchung an Hand einer aktuellen Fotodokumentation das erreichte Ergebnis.
Welche Komplikationsmöglichkeiten sind nicht auszuschließen?
Wichtigen Komplikationen beugen wir gezielt durch eine Thrombose- und Antibiotikaprophylaxe vor. Zur Vermeidung einer Infektion mit einem drohenden Implantatverlust legen wir besonderen Wert auf eine noch weitere Verschärfung des Hygieneregimes während der Operation und eine Verlängerung der antibiotischen Prophylaxe über 8 bis 10 Tage. Die Kapselkontraktur mit einer Verhärtung der Gewebeschicht um das Implantat ist mit den heute zur Verfügung stehenden Implantaten zu einer seltenen Komplikation geworden (unter 1 % in unserem
Krankengut). In solchen Fällen muss nochmals in Narkose operiert und das innere Narbengewebe entfernt werden.
