Die Brustverkleinerung bei Mammahypertrophie
Kurzinformation
Operationsdauer: 3 – 4 Stunden
Narkose: Vollnarkose + örtliche Betäubung
Klinikaufenthalt: 48 Stunden
Nachbehandlung: Kompressionsbustier
Belastungseinschränkung: 2 Wochen
Wann sollten Sie eine Brustverkleinerung erwägen?
Die Größe der Brüste ist überwiegend erblich bedingt. Außerdem können hormonelle Umstellungen im Zusammenhang mit Schwangerschaften oder die Wechseljahre zu einer weiteren Gewichts- und Volumenzunahme der Brüste führen. Dadurch leidet nicht nur das ästhetische Erscheinungsbild, es treten in der Folge Beschwerden der Wirbelsäule und Entzündungen der Haut an der Unterfläche der Brüste auf.
Was passiert bei einer Brustverkleinerung?
Von den zahlreichen Operationsverfahren bevorzugen wir Techniken mit einer möglichst kleinen Narbe, die um den Warzenhof und von dort nur etwa 7 cm senkrecht bis kurz vor der Umschlagfalte liegt. Der Warzenhof muss nach oben verlagert werden. Dazu wird nur die Oberhaut entfernt und die Lederhaut mit den für Sensibilität und Durchblutung des Warzenhofes wichtigen Nerven und Blutgefäße geschont. Der Drüsenkörper wird in den unteren Quadranten verkleinert, neu modelliert und am Brustmuskel fixiert (Mastopexie), um die Brustform zu stabilisieren. Wir bilden einen so genannten inneren BH. Wunddrainagen werden zur Vermeidung von Flüssigkeitsretentionen eingelegt und der Warzenhof mit einer kosmetischen Naht verschlossen. Die Wunde an der Unterfläche der Brust wird mit einer raffenden Naht der Lederhaut zur Verkleinerung der Narbe und einer kosmetischen Naht der Oberhaut verschlossen.
Wie sind die Erfolgsaussichten?
Die Brustverkleinerung führt bei den betroffenen Frauen zu einem sehr hohen Zufriedenheitsgrad. Die Gewichtsreduktion der Brüste wird sofort positiv registriert. Die
Reibung der Haut entfällt und die Rückenschmerzen lassen nach. Voraussetzung für ein gutes Ergebnis ist die Qualität der Haut. Eine weiche, jugendliche Haut ist elastisch und lässt sich gut modellieren. Anders ist die Situation bei Rauchern. Dann ist die Haut oft unelastisch, es können Falten entstehen. In 10 % sind zur Optimierung des Ergebnisses kleine Korrekturen möglich.
Worauf müssen Sie bei der Nachbehandlung achten?
Zur Erhöhung der Sicherheit in der unmittelbaren Phase nach der Operation verbleiben Sie für 48 Stunden in unserer stationären Behandlung. Danach sind die Medikamente in Ihrem Körper abgebaut und Sie können ohne Bedenken unsere Klinik in Begleitung verlassen. Wir statten Sie vor der Entlassung mit einem Kompressions-Bustier aus, das Sie mindestens 8 Wochen tragen sollten. Nach 2 Wochen sind Sie im Allgemeinen weitgehend beschwerdefrei und sind arbeitsfähig. Voll belastbar sind Sie bei einem komplikationslosen Verlauf nach 8 bis 12 Wochen. Nach 6 bis 8 Wochen besprechen wir bei einer Abschlussuntersuchung an Hand einer aktuellen Fotodokumentation das erreichte Ergebnis. Wir empfehlen außerdem eine sehr intensive Hautpflege und jährliche Kontrolluntersuchungen.
Welche Komplikationsmöglichkeiten sind nicht auszuschließen?
Wir führen zur Vermeidung seltener, aber gravierender Komplikationen grundsätzlich eine Thrombose- und eine Antibiotikaprophylaxe durch. Eine Wundinfektion ist bei der geschädigten Haut häufiger und kann zu breiteren Narben oder einer Wundheilungsstörung führen.
