Das übermäßige Schwitzen – Hyperhidrose

Kurzinformation:

Operationsdauer: 2 Stunden
Narkose: örtliche Betäubung
Klinikaufenthalt: keiner
Nachbehandlung:  1 Woche Kompression
Belastungseinschränkung: 4 – 6 Tage

Wann ist eine Behandlung sinnvoll?

Eine übermäßige Schweißproduktion überwiegend in den Achselhöhlen, aber auch an Händen und Füßen ist sehr belästigend. Diese Schweißabsonderung ist unabhängig von den Außentemperaturen und beruht meist auf Veränderungen des Stoffwechsels oder ist abhängig vom individuellen Stress. Immer wieder ist die Kleidung feucht und riecht unangenehm. Wenn die Behandlungen beim Hautarzt kein ausreichendes Ergebnis bringen, empfehlen wir eine Zusatzbehandlung.

Welche Behandlungen sind möglich?

Die radikale operative Entfernung der Schweißdrüsen in den Achselhöhlen ist die
sicherste Methode:´

Vorteil: dauerhafter Erfolg
Nachteil: große Narbe und Neigung zu Wundheilungsstörungen.
Geeignet nur in Ausnahmefällen.

Das Absaugen der Schweißdrüsen hat sich im Rahmen der Fettabsaugung etabliert. Es werden spezielle Absaugkanülen verwendet, die für eine sehr oberflächliche Behandlung geeignet sind. Dabei wird die Haut durch eine Kombination von Absaugen und einer Kürettage (Auskratzen) ausgedünnt.

Vorteil: 3 kleine Narben durch die Einstiche, lang anhaltender Erfolg (sehr gute und gute Ergebnisse bei etwa 85 % der Patienten, aber auch 15 % Therapieversager)
Nachteil: nicht so radikale Wirkung wie bei der kompletten operativen Entfernung.
Die überwiegende Anzahl der Patienten gibt eine spürbare Besserung an. Wir bevorzugen deshalb in den Achselhöhlen die Saugkürettage. Mögliche Nebenwirkungen sind Schwellungen, örtlich begrenztes Taubheitsgefühl und Unregelmäßigkeiten der Oberfläche

Durch die Injektion mit Botulinumtoxin wird die Funktion der Schweißdrüsen vorübergehend blockiert. Es werden in jeder Achselhöhle etwa 25 kleine Injektionen gesetzt, nach 4 – 6 Tagen hört das Schwitzen auf.

Vorteil: keine Narben, keine Operation, nahezu 100 % ige Wirkung
Nachteil: Wirkung zeitlich begrenzt