Ohrmuschelkorrektur – Otopexie
Kurzinformation:
Operationsdauer: 90 Minuten
Narkose: örtliche Betäubung
Klinikaufenthalt: 4 – 6 Stunden
Nachbehandlung: 2 (4) Wochen Kompression
Belastungseinschränkung: keine
Wann ist eine Operation sinnvoll?
Abstehende, verformte oder zu große Ohren stören das ästhetische Gesamtbild, besonders bei Kurzhaarfrisuren. Viele Eltern lassen solche Ohren bereits in der Kindheit operativ korrigieren. Wenn das nicht erfolgt ist, wird später eine Korrektur gewünscht. Es handelt sich dabei um ein rein ästhetisches Problem, das nur durch einen gewissen Leidensdruck medizinische Relevanz erhält. Mindestalter für eine solche Operation sind 5 Jahre.
Was passiert bei einer Operation?
Diese Operation kann in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Bei ängstlichen Patienten ist jedoch auch ein Dämmerschlaf oder eine Narkose möglich. An der Rückseite des Ohres wird über einen Hautschnitt der Ohrknorpel präpariert, geschliffen, eingeschnitten und so geformt, dass er spannungslos am Kopf anliegt. Die Wunde wird durch eine kaum sichtbare kosmetische Naht verschlossen. Eine Stabilisierung des Operationsergebnisses gelingt durch einige zusätzliche Nähte.
Mit einem ähnlichen Vorgehen wird auch eine Verkleinerung des Ohres erreicht.
Wie sind die Erfolgsaussichten?
Die Ergebnisse sind in den meisten Fällen sehr gut. Wundheilungsstörungen sind selten. Das Ergebnis ist dauerhaft.
Worauf müssen Sie bei der Nachbehandlung achten?
Die Operation wird gewöhnlich ambulant durchgeführt. 6 Stunden werden Sie nach der Operation überwacht, danach können Sie unsere Klinik in Begleitung verlassen. Die Bandage ist für den Ausformprozess sehr wichtig und muss 2 Wochen ständig und weitere 2 Wochen noch nachts getragen werden. In dieser Zeit kann der Ohrknorpel in der neuen Stellung verheilen. In der ersten Woche darf die Wunde nicht feucht werden.
Welche Komplikationsmöglichkeiten sind nicht auszuschließen?
Nachblutungen oder Wundinfektionen sind selten. In ebenfalls seltenen Fällen ist eine Nachkorrektur zur Beseitigung von Spannungen im Knorpel anzuraten. Bei sehr dünner Haut können Knorpelkanten sichtbar werden.
