Schweißdrüsenabsaugung

Hyperhidrose ist eine Erkrankung mit einer vermehrten Schweißdrüsentätigkeit, die insbesondere in den Achselhöhlen auftritt und auch ohne äußere Wärmeeinwirkung oder körperliche Belastung zu einer lästigen Schweißabsonderung führt.

In den letzten Monaten hat sich als moderne Behandlungsmethode das Absaugen von Schweißdrüsen als Variante der Fettabsaugung etabliert. In einer örtlichen Betäubung lassen sich über kleine Einstiche am Vorder- und Hinterrand der Achselhöhle nach Einspritzen einer Speziallösung die Schweißdrüsen teilweise absaugen. Die anderen gebräuchlichen Methoden beim übermäßigen Schwitzen sind:
  • Reduktion der Anzahl der Schweißdrüsen durch operative Entfernung.
    Vorteil: dauerhafte Entfernung dieser Schweißdrüsen
    Nachteil: größere Operation mit häufigen Wundheilungsstörungen und Narbenbildung.
  • Spritzen. Die Funktion wird vorübergehend eingeschränkt.
    Vorteil: keine Narben, relativ sichere Wirkung
    Nachteil: kein Dauererfolg, Wiederholung nach 3 bis 6 Monaten erforderlich.
  • Absaugen: Die Anzahl der Schweißdrüsen, die im Unterhautfett liegen, wird reduziert.
    Vorteil: nur 2 kleine Narben, lang anhaltender Erfolg (Langzeitergebnisse liegen noch nicht vor)
    Nachteil: Wirkung nicht so radikal wie bei der Operation, ein erneutes Auftreten der Hyperhidrose ist nicht   ausgeschlossen.
Aus diesen Gründen favorisieren wir das Absaugen als gegenwärtig sinnvollste Behandlungsmethode. Die Komplikationsrate ist gering.
Die Operation wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Nach einer Überwachung von 4 – 6 Stunden können Sie die Klinik in Begleitung verlassen. Sie müssen mit körperlichen Einschränkungen für etwa 1 Woche rechnen.